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David Hockney
Satz mit Bezug auf vereinfachte Gesichter

1973

379.128,26 €

Angaben zum Objekt

Diese einzigartige Gruppe vereint zwei aufeinander folgende Radierungen aus dem Jahr 1973 und ein eng verwandtes Ölgemälde aus dem Jahr 1974 und bietet einen seltenen Einblick in David Hockneys frühe Auseinandersetzung mit der Philosophie und Struktur des Kubismus. In dieser Zeit setzte sich Hockney intensiv mit dem Erbe Picassos und der analytischen Struktur des Kubismus auseinander und untersuchte, wie die Bewegung die Form zerbrach und neu zusammensetzte. In seinen Werken Simplified Faces reduziert er diese auf ihre wesentlichen Elemente, indem er das menschliche Gesicht durch die Geometrie von Kegeln, Zylindern, Dreiecken und Rauten sowohl konstruiert als auch dekonstruiert. Hockneys Beziehung zu Picasso begann 1960, als er noch als Student auf die große Picasso-Retrospektive der Tate stieß. Die Wirkung war unmittelbar und transformativ. Er kehrte noch acht weitere Male zurück und saugte die rastlose Erfindungsgabe und Kühnheit auf, die jeden Raum durchströmte. Diese frühe Begegnung wurde zur Grundlage eines lebenslangen Dialogs, der Hockneys Verständnis davon prägte, was Kunst sein kann und wie weit sie gehen kann. Obwohl Picassos Umfeld später ein Treffen zwischen den beiden arrangierte, kam es nie dazu, da Picasso starb, bevor es dazu kam. Das nicht zustande gekommene Treffen hat seither in Hockneys eigener Mythologie eine fast prophetische Resonanz gefunden, eine Erinnerung an den Generationswechsel, der beinahe stattgefunden hätte, sich aber stattdessen eher durch Einflussnahme als durch Gespräche entwickelt hat. In den folgenden Jahren nahm Hockney Picasso nicht als Vorbild, sondern als intellektuellen und fantasievollen Motor, als eine Figur, die zeigte, dass die visuelle Welt gebrochen, neu zusammengesetzt und neu wahrgenommen werden kann. Picassos rastlose Herangehensweise an die Form, seine Bereitschaft, die konventionelle Perspektive zu demontieren, und seine Fähigkeit, sich fließend zwischen den Medien zu bewegen, boten Hockney einen Rahmen, in dem er seine eigenen Untersuchungen zu Raum, Wahrnehmung und Darstellung durchführen konnte. Bei der Beziehung ging es weniger um ein stilistisches Erbe als vielmehr um das Erbe eines Forschergeistes, einer Überzeugung, dass der Akt des Sehens niemals festgelegt ist und die Sprache der Kunst immer neu erfunden werden kann. Als Picasso starb, reagierte Hockney mit einer Phase des Nachdenkens, die das Ausmaß seiner Bewunderung offenbarte. Sein Werk aus dieser Zeit erforscht Ideen von Mentorschaft, Abstammung und Hommage und bringt die Art und Weise zum Ausdruck, wie Picasso in seinen prägenden Jahren als Leitfigur fungierte. Anstatt Picasso durch Erzählungen oder Anekdoten zu porträtieren, wandte sich Hockney dem Symbolismus und der Metapher zu, um das Ausmaß von Picassos Einfluss auf sein Werk auszudrücken. Dabei betonte er nicht nur den persönlichen Verlust, den er empfand, sondern auch das tiefere Gefühl der künstlerischen Verwandtschaft, das seinen Weg von Anfang an geprägt hatte, ein Einfluss, der sich in Hockneys Faszination für die Philosophie des Kubismus und deren Widerhall in seiner eigenen Arbeitsweise manifestierte. Die erste Radierung, State I, zeigt die grundlegende Architektur der Idee. Hockney arrangiert die geometrischen Körper in einer sparsamen und linearen Komposition, die fast wie ein Diagramm des kubistischen Denkens funktioniert, das von Ausdruck und Erzählung befreit ist, so dass nur die zugrunde liegende Struktur bleibt. Die zweite Radierung, State II, zeigt, wie Hockney die Entwicklung der Form vom Inhalt diktieren lässt und jede Linie verfeinert, bis die Komposition ihre größte Klarheit erreicht. Sie ist mit Bon à tirer gekennzeichnet und stellt den vom Drucker genehmigten Arbeitsabzug dar, d. h. den Moment, in dem sich Künstler und Drucker einig sind, dass die Platte ihren endgültigen Zustand erreicht hat. Dieser Probedruck wird zum Maßstab für die gesamte Auflage, da er den Punkt festhält, an dem das Experimentieren in eine entschlossene Absicht mündet und die Bildsprache des Werks ihr endgültiges Gleichgewicht erreicht. Zusammen offenbaren die beiden Zustände Hockneys schrittweises Denken und sein präzises Verständnis dafür, wie subtile Ergänzungen eine Komposition von einer formalen Studie in etwas Spielerisches und Lebendiges verwandeln können. Das im darauffolgenden Jahr entstandene Ölgemälde greift die Bildsprache der Radierungen in neuer Absicht auf. Anstatt den fertigen Druck zu reproduzieren, kehrt Hockney zu den reinen Formen zurück und lässt sie mit einer ruhigen, fast meditativen Klarheit auf der Leinwand existieren, wodurch eine destillierte und malerische Reflexion über das kubistische Experiment entsteht. Zusammengenommen bilden die beiden Radierungen und das Ölgemälde eine kohärente und intellektuell reiche Erzählung. Sie zeichnen die Entwicklung eines einzelnen Konzepts von der anfänglichen strukturellen Untersuchung über die ausdrucksstarke Ausarbeitung bis hin zur kontemplativen Überarbeitung in Farbe auf. Sets dieser Art sind in Hockneys Oeuvre außergewöhnlich selten, und diese einzigartige Gruppe bietet Sammlern eine beredte Demonstration der Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Kubismus in den frühen 1970er Jahren. David Hockney ist eine Pionierfigur der britischen Kunstbewegung der 1960er Jahre und einer der bekanntesten und produktivsten Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Er ist für seine Vielseitigkeit bekannt und hat eine bemerkenswerte Bandbreite an Medien genutzt, von Acrylmalerei und Fotocollagen bis hin zu digitalen Arbeiten, die auf iPads erstellt wurden, sowie Entwürfen für komplette Opernkulissen. Hockney wurde zunächst mit seinen halbabstrakten Darstellungen schwuler Liebe bekannt, bevor er 1964 nach Kalifornien zog, wo er das südkalifornische Leben in pastellfarbenen Szenen von Swimmingpools, Palmen und sonnenbeschienenen Häusern verewigte.

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