Die Geschichte der Sci-Fi-Kunst und -Illustration hat eine reiche und bewegte Vergangenheit. Generationen von Illustratoren und Malern haben ihre fantastischen Ideen auf Papier und Leinwand gebracht. In den 1920er bis 1940er Jahren entstanden die fantasievollen, aber grob gezeichneten Pulp-Magazin-Gouachen von Frank R. Paul. Virgil Finlay verwendete für seine Kiosk-Lieblinge wie Weird Tales eine Scratchboard- und Stippeltechnik. J. Allen St. John schuf seine Fantasy-Ölszenen für die Geschichten von Edgar Rice Burroughs. In den 1950er Jahren entstanden realistischere und genauere Illustrationen von Chesley Bonestell für Zeitschriften wie Life. In den späten 1970er Jahren kam es dann zu einem echten Durchbruch in der Geschichte der Sci-Fi-Kunst. Es war das Omni Magazin. Seine Aufgabe ist es, der Menschheit einen großen Schritt bei der Visualisierung neuer Welten zu ermöglichen. Bisher wurden nur Maler und Illustratoren mit der Darstellung von Sci-Fi-Welten beauftragt. Die Zeitschrift Omni war die erste, die konsequent Fotografen einsetzte. Sie beauftragten noch immer die besten Illustratoren der damaligen Zeit wie E.I. Gieger, aber sie waren es, die die Fotografie vorantrieben. Zu diesem Zweck rekrutierten sie den konzeptionellen Farbfotografen Mitchell Funk, um die Entstehung der Sci-Fi-Fotografie zu steuern. Sie verwendeten Mitchell für einige Innenillustrationen. Es war jedoch die wichtige Werbekampagne, die das Image von Omni als das coolste Sci-Fi-, Fantasy- und Futuristenmagazin aller Zeiten prägen sollte. "Three Oval Glows" 1975" von Mitchell Funk ist eine der betäubenderen Omni-Werbeanzeigen. Wie Scheinwerfer, die in einem fremden Himmel schweben, starren dich drei ovale Glühbirnen an. Was genau auf dem Bild zu sehen ist, ist unklar. Vielleicht könnten die Lichter auf Außerirdische hindeuten, vielleicht auch auf etwas anderes. Seine Bedeutung ist zweideutig, aber seine Wirkung auf dich ist es nicht. Es dringt in Ihre Augäpfel ein. Während Sie das Bild betrachten, blickt es zurück und erzeugt einen hypnotischen, tranceartigen Zustand. Normalerweise sind wir daran gewöhnt, kreisförmige Formen am Himmel zu sehen. Jetzt sind wir mit Ovalen konfrontiert. Jedes ovale Glühen wird von einer unbekannten Lichtquelle hinterleuchtet. Sie erzeugen ein intensives grünes Leuchten, das gleichmäßig ausstrahlt und in das Vakuum des Weltraums ausläuft. In perfekter symmetrischer Formation schweben sie über einer unheimlichen und isolierten Landschaft, die aus saurem Gelb und radioaktivem Grün besteht. Die Quintessenz der Fremdheit ist eingefangen. Die Marke Omni wird definiert. Die Erforschung des Raums hat in diesem Werk jedoch eine doppelte Bedeutung. Es ist nicht unbedeutend, dass die Arbeit im Jahr 1975 durchgeführt wurde. Funk machte in der Fotografie das, was viele Minimalisten und Farbfeldmaler der damaligen Zeit auf der Leinwand taten. "Three Oval Glows" ist eine eindrucksvolle abstrakte Komposition. Sie ist komplex und doch einfach. Der Bildraum ist in zwei Hälften geteilt. Der Himmel hat die gleiche chromatische Harmonie wie der Boden und fügt sich kohärent zusammen. Es handelt sich um ein sehr flaches Bild, und die Tiefe wird durch sehr subtile Variationen des Farbtons angezeigt. Die geometrisch perfekt symmetrischen, elliptischen Formen stehen in einem perfekten Gleichgewicht zueinander. Sie sind gleich groß, gleich weit voneinander entfernt und horizontal in einer mathematisch präzisen Formation ausgerichtet, die eine bemerkenswerte formale Komposition ergibt. - Signiert und datiert unten rechts, verso nummeriert, 2/15 Später gedruckt, andere Formate möglich, ungerahmt Gedruckt auf Hahnemühle Fine Art Papier