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1 von 5
Stefanie SchneiderOasis XIII (Sidewinder)2005
2005
434,93 €
Angaben zum Objekt
Oasis XIII (Sidewinder) - 2005
38x37cm,
Auflage: 10 Exemplare, plus 2 Artist Proofs,
Archivierter C-Print, basierend auf dem Original-Polaroid.
Label für Zertifikat und Unterschrift.
Künstler-Inventar #3013.
Nicht montiert.
Seitwärtsu2028
Eine Einführung in Stefanie Schneiders Ausstellung "Sidewinder" von Gusztáv Hámosu2028April 4, 2008
"And when I got to Amerika, I say it blow my mind", singt Eric Burdon in seinem Song "New York 1963 - America 1968".u2028Diese Zeile könnte die Ausstellung von Stefanie Schneider inspiriert haben. Der Titel Sidewinder bedeutet übersetzt "Aufwärtshaken" und ist auch der Name einer Klapperschlange, die sich seitwärts bewegt - eine Anspielung auf einen metaphorischen "Geistesblitz".
Sowohl Eric Burdon in den 1960er Jahren als auch Stefanie Schneider im neuen Jahrtausend jagen ihre eigenen Versionen des amerikanischen Traums und begeben sich dabei jeweils auf gefährliches Terrain: Burdon wagte sich nach Harlem und in die Bronx, während Schneider in die kalifornische Wüste eintauchte. Beide erleben Amerika am eigenen Leib und kommen zu einem zwiespältigen Urteil über das Streben nach dem "American Dream".
Ich muss zugeben, dass Stefanie Schneiders filmische Fotosequenzen mich sofort in ihren Bann gezogen haben - sie haben mich nicht nur "erfreut", sondern befreit und beschwingt und ein gesteigertes Gefühl der Freude hervorgerufen. Der Ausstellungsraum steht unter Spannung, wie man auf Deutsch sagen könnte! Diese Vorfreude wurde kurz durch Mark Gisbournes Behauptung getrübt, Stefanie Schneiders Arbeit sei mit der von David Lynch vergleichbar.
Bis heute sind Lynchs Filme für mich der pure Horror, der mich in den klaustrophobischen Albtraum des streng männlichen, weißen amerikanischen Traums stürzt - eine Welt, in die ich niemals freiwillig eintreten würde. Muss ich Lynch jetzt neu bewerten, weil ich Schneiders Arbeit liebgewonnen habe?
Ich bin nicht davon überzeugt, dass die filmische Welt von David Lynch mit den narrativen Fotoinstallationen von Stefanie Schneider verwandt ist. Ich betrachte sie sogar als diametral entgegengesetzt. In Lynchs Film Noir taucht oft der Archetyp der Femme fatale auf, eine männliche Projektion fleischlichen Begehrens, die jedoch für eine echte emotionale Verbindung völlig ungeeignet ist. Im Gegensatz dazu haben Schneiders Frauen nichts mit einer Femme fatale gemein. Sie sind aus Fleisch und Blut, ihre Sehnsüchte sind roh und authentisch - fast wie in einem Dokumentarfilm. Anders als Lynchs stilisierte Frauen sehnen sich Schneiders Protagonistinnen nicht nach einem "Homme fatal" oder einer fetischisierten Fantasie. Ihre Frauen sind leidenschaftlich und haben keine Angst vor Schmutz und Dreck.
Während Lynchs labyrinthische, sterile Albträume in krassem Gegensatz dazu stehen, lässt Schneider ihren Polaroidfilm fünf Jahre lang reifen, bevor sie ihn in ihrer Sofortbildkamera verwendet. Das Ergebnis ist eine fehlerhafte Filmentwicklung, bei der der Prozess im Polaroidrahmen selbst sichtbar wird.
Das Medium Polaroid liefert den überzeugenden Beweis, dass die Fotografie die Bewegung nicht einfriert, sondern fortschreibt. So schreibt Nadine Olonetzki in ihrem Artikel Polaroid - Die Maschine zum Lebensgefühl: "(...) das Bild schießt wie eine eckige Zunge aus dem schlitzförmigen Mund der Polaroid-Kamera - und wird begierig aufgeschnappt. Man will das Foto sehen, man will sehen, wie es entsteht". Aber man kann nie sicher sein, wann der Entwicklungsprozess endet, und es ist ebenso sicher, dass das Bild irgendwann verblassen wird.
Diese Vergänglichkeit spiegelt sich in den Arbeiten von Stefanie Schneider wider. Mit einer Mittelformatkamera dokumentiert sie den Prozess der Bilderzeugung und des Verblassens der Bilder und verlängert so den flüchtigen Zustand der Existenz des Polaroids.
Zeit und Erinnerung spielen eine zentrale Rolle in ihrer Kunst. Ihre Bilder scheinen aus Erinnerungen zu stammen, aber wir können nicht wissen, ob sie etwas "Reales" oder die Erinnerung an einen Traum darstellen. Diese Zweideutigkeit berührt ein zentrales Thema der Wahrnehmung und erinnert uns daran, dass Fotografie und Gehirn eng miteinander verbunden sind. Wie Henri Bergson argumentierte, geht es bei der Wahrnehmung darum, charakteristische Momente der Realität in unserem Gedächtnis festzuhalten. Unser innerer Kinematograph reiht diese "Momente" aneinander, die die Grundlage für unsere kognitiven Prozesse bilden. Erinnern, Erkennen oder sogar Sprechen erfordert die Aktivierung dieses inneren Kinematographen. So wird die Kinematographie zu einem integralen Bestandteil der Erinnerung selbst.
Wahrscheinlich ist das der Grund, warum Stefanie Schneider die Schnittstelle zwischen Fotografie und Film erforscht. Doch sie weiß, dass ihr innerer Kinematograph allein für ihren kreativen Prozess nicht ausreicht. Ihr Werk vermittelt eine unbändige Sehnsucht nach Liebe, die sich auf ihre Protagonisten überträgt.
Die Schönheit ihrer Kunst rührt nicht nur von ihrer Leidenschaft her, sondern auch, wie Plato im Dialog zwischen Sokrates und Diotima feststellte, von der Wahrheit, dass Schöpfung und Güte aus der Liebe selbst hervorgehen.
- Schöpfer*in:Stefanie Schneider (1968, Deutsch)
- Entstehungsjahr:2005
- Maße:Höhe: 38 cm (14,97 in)Breite: 37 cm (14,57 in)Tiefe: 1 mm (0,04 in)
- Medium:
- Bewegung und Stil:
- Zeitalter:
- Zustand:
- Galeriestandort:Morongo Valley, CA
- Referenznummer:1stDibs: LU652317265312
Stefanie Schneider
Stefanie Schneider erhielt ihren MFA in Kommunikationsdesign an der Folkwang Schule Essen, Deutschland. Ihre Arbeiten wurden u.a. im Museum für Fotografie, Braunschweig, Museum für Kommunikation, Berlin, dem Institut für Neue Medien, Frankfurt, dem Nassauischen Kunstverein, Wiesbaden, Kunstverein Bielefeld, Museum für Moderne Kunst Passau, Les Rencontres d'Arles, Foto -Triennale Esslingen, Bombay Beach Biennale 2018, 2019 gezeigt.
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