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Alfred V. Jensen
Landwirt auf dem Rückweg in der Abenddämmerung (Hjemad), um 1915

c. 1915

3.018,01 €Einschließlich MwSt.

Angaben zum Objekt

Alfred Victor Jensen war ein dänischer Maler des frühen 20. Jahrhunderts, der für seine Landschaften, Küstenszenen und sogar Porträts der dänischen Königsfamilie bekannt war. Geboren 1891 in Næstved, wurde er in einer Zeit künstlerisch erwachsen, in der die skandinavische Malerei stark vom Impressionismus und der Ehrfurcht vor dem Landleben geprägt war. Das um 1915 gemalte Bild Bauer kehrt in der Abenddämmerung zurück (Hjemad) ist ein Beispiel für Jensens Fähigkeit, die heitere Poesie alltäglicher Momente auf dem Lande einzufangen. Dieses Ölgemälde auf Leinwand zeigt einen einsamen Bauern am Ende des Tages und spiegelt den vom Impressionismus inspirierten Fokus des Künstlers auf natürliches Licht und Atmosphäre ebenso wider wie das wörtliche Thema. In der Komposition geht eine einsame Figur am Rande eines riesigen Kornfeldes nach Hause, den Rücken dem Betrachter zugewandt. Die Szene ist bemerkenswert einfach und ausgewogen: Das weite Feld mit reifem, goldenem Getreide dominiert den Vorder- und Mittelgrund, während in der Ferne am Horizont einige bescheidene landwirtschaftliche Gebäude und Bäume zu sehen sind. Über ihnen erstreckt sich ein weiter Himmel, der in das späte Sonnenlicht getaucht ist. Die Horizontlinie sitzt relativ hoch auf der Leinwand und betont die Erde und die damit verbundene ehrliche Arbeit. Jensens kompositorische Schlichtheit lenkt die Aufmerksamkeit auf die wesentlichen Elemente, das Land, den Himmel und die menschliche Präsenz, frei von jeglichen überflüssigen Details. Diese übersichtliche Gestaltung verleiht dem Werk eine unmittelbare Klarheit und eine ruhige, monumentale Qualität: Der Bauer und sein Feld werden als zentrale Tatsache der ländlichen Existenz dargestellt. Der sanfte Rückgang des Feldes zum Horizont hin und die abnehmende Größe der entfernten Gebäude schaffen ein Gefühl von Tiefe, aber der Gesamteindruck ist flach und ruhig und suggeriert die weiten, offenen Flächen der dänischen Landschaft. Indem Jensen die menschliche Figur leicht außermittig und von hinten betrachtet platziert, ermöglicht er dem Betrachter, sich psychologisch in die Szene hineinzuversetzen und den Weg des Bauern nach Hause zu verfolgen. Licht und Farbe sind die wichtigsten Ausdruckskräfte in diesem Gemälde. Die Tageszeit ist die Abenddämmerung, die warme Atmosphäre des Tagesendes durchdringt alles. Das satte, goldene Licht der untergehenden Sonne durchflutet die Leinwand, färbt die Wolken und den Himmel in rosa und bernsteinfarbenen Tönen und lässt die Landschaft in einem sanften Licht erstrahlen. Das Feld scheint fast zu leuchten, jeder Halm wird von den letzten Sonnenstrahlen berührt. Jensens Pinselführung ist locker und sichtbar strukturiert und fängt das Flackern des Lichts auf den Pflanzen und die subtilen Farbverschiebungen am Himmel ein. Diese aus dem Impressionismus abgeleitete Technik ermöglicht es, durch die optische Vermischung der Pinselstriche eine lebendige Leuchtkraft und Leichtigkeit zu suggerieren. Die Palette des Gemäldes wird von warmen Erdtönen wie Ocker, Rotbraun und sanftem Grün dominiert, die miteinander harmonieren und den Eindruck eines Sonnenuntergangs verstärken. Kühle Grau- und Blautöne sind für Teile des Himmels und sanfte Schatten reserviert, um Kontraste zu schaffen und das Herannahen des Abends anzukündigen. Die Gesamtwirkung ist eine Hommage an die verwandelnde Kraft des Lichts, bei der der glühende Sonnenuntergang fast zum eigentlichen Thema der Szene wird. In dieser Hinsicht entspricht Jensens Werk einem breiteren Trend in der dänischen Kunst seiner Zeit, die ein einfaches ländliches Motiv in erster Linie als Vehikel für die Erforschung der strahlenden Wirkung des Lichts in der Natur nutzt. Die menschliche Figur des Bauern ist im Vergleich zur Landschaft von bescheidenem Ausmaß, dennoch bildet sie einen wichtigen erzählerischen Schwerpunkt. Bekleidet mit Arbeitskleidung und Hut geht er mit entspanntem, müdem Gang und trägt seinen hölzernen Rechen über der Schulter, eine zeitlose Geste, die das Ende eines Arbeitstages signalisiert. Indem Jensen den Mann von hinten zeigt, unterstreicht er die Anonymität und Universalität: Es könnte sich um jeden beliebigen Landwirt handeln, der nach der Arbeit nach Hause kommt, was die Szene eher zu einer allgemeinen Darstellung als zu einem spezifischen Porträt macht. Die Form des Bauern bildet einen sanften Brennpunkt inmitten der horizontalen Weite des Feldes; unsere Augen werden zu ihm hingezogen und folgen dann ganz natürlich seiner Vorwärtsbewegung in den Bildraum. Der Weg, den er beschreitet, ist nicht offen eingezeichnet; stattdessen spürt der Betrachter intuitiv, wie er am Rande des Feldes auf das entfernte Bauernhaus zusteuert, dessen Dächer das Abendlicht einfangen. Diese subtile Verbindung zwischen der Figur und dem kaum sichtbaren Ziel, das vor ihr liegt, erzeugt eine emotionale Resonanz, die Idee der Heimkehr. In der Haltung und Einsamkeit des Bauern liegt eine stille Würde. Er ist in das ihn umgebende Land integriert, eine kleine dunkle Silhouette, die sich von den leuchtenden Pflanzen und dem Himmel abhebt und die enge Beziehung zwischen den Menschen und dem Land im Agrarleben unterstreicht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Farmer Returning at Dusk die Stärken von Alfred V. Jensen als Landschaftsmaler mit einem Gespür für Licht, Komposition und Atmosphäre verdeutlicht. Jensen malte zwar auch Küstenszenen und sogar offizielle Porträts, aber gerade in Werken wie diesem - intime Ansichten des Landlebens - zeigt sich seine impressionistische Neigung. Das warme Abendlicht und die unkomplizierte Komposition des Gemäldes fangen einen flüchtigen Moment mit Realismus und Kunstfertigkeit ein und laden den Betrachter ein, an der stillen Reflexion der Heimreise eines Bauern teilzuhaben. Eine solche Szene dokumentiert nicht nur eine Lebensweise im Dänemark des frühen 20. Jahrhunderts, sondern geht auch über den lokalen Rahmen hinaus, indem sie universelle Themen wie Arbeit, Heimkehr und die erholsame Ruhe des abendlichen Naturschauspiels anspricht. signiert unten rechtsu2028 Öl auf Leinwand u2028ungerahmt 48 × 60 cm (18,9 × 23,6 Zoll) u2028gerahmt 60 × 73 cm (23,6 × 28,7 Zoll) Provenienz: u2028Eine dänische Privatsammlung. Zustandsbericht:u2028 Insgesamt sehr guter Zustand. Die Farben bleiben klar und kräftig. Der Rahmen weist eine sichtbar gealterte Patina auf, mit einigen älteren Reparaturen und Oberflächenabnutzungen, die den rustikalen Charakter des Motivs ergänzen. Aufgrund des Zustands des Rahmens kann es während des Transports zu kleineren Abplatzungen kommen; das Gemälde wird jedoch mit großer Sorgfalt verpackt.
  • Schöpfer*in:
    Alfred V. Jensen (1891 - 1981, Dänisch)
  • Entstehungsjahr:
    c. 1915
  • Maße:
    Höhe: 48 cm (18,9 in)Breite: 60 cm (23,63 in)
  • Medium:
  • Bewegung und Stil:
  • Zeitalter:
  • Zustand:
    Insgesamt sehr guter Zustand. Die Farben bleiben klar und kräftig. Der Rahmen weist eine sichtbar gealterte Patina auf, mit einigen älteren Reparaturen und Bereichen mit Oberflächenabnutzung. Aufgrund des Zustands des Rahmens kann es während des Transports zu leichten Abplatzungen der Vergoldung kommen.
  • Galeriestandort:
    Stockholm, SE
  • Referenznummer:
    1stDibs: LU1445217523272

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