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Anna Boberg
Lågvatten i Nilen (Niedrigwasser am Nil), ca. 1915-1920

c.1915-1920

17.000 €Einschließlich MwSt.

Angaben zum Objekt

Lågvatten i Nilen ist eine Darstellung des Nils bei Niedrigwasser, gemalt während eines längeren Aufenthalts von Anna Boberg in Nordafrika. Die Komposition entfaltet sich horizontal entlang des Flussufers, wo eine Gruppe von Reihern durch das seichte Wasser und das freigelegte Watt watet. Ihre langgestreckten Formen durchbrechen die spiegelnde Oberfläche des Flusses und schaffen einen ruhigen Rhythmus, der den Blick über die Szene führt. Im Wasser spiegelt sich der Himmel, und bei Ebbe werden die feinen Strukturen von Erde und Sediment unter der Oberfläche sichtbar. Das Licht ist warm und einhüllend und erinnert an den frühen Morgen oder den späten Nachmittag, wenn die Sonne lange Reflexe wirft und die Konturen weicher macht. Bobergs Pinselführung ist frei und reaktionsschnell und fängt eher die flüchtigen Effekte von Licht und Atmosphäre als beschreibende Details ein, was stark an den zeitgenössischen Künstler Ivan Agueli (1869-1917) erinnert. Die Palette ist zurückhaltend und doch strahlend, dominiert von sandigen Ockertönen, blassen Blautönen und gedämpften Grüntönen, die sowohl die Hitze als auch die Stille der Nillandschaft vermitteln. Die Gesamtstimmung ist heiter und meditativ und unterstreicht die Harmonie zwischen Tierwelt und Umwelt. Dieses Gemälde gehört zu einer entscheidenden Periode in Anna Bobergs künstlerischem Leben, die von ausgedehnten Reisen mit ihrem Ehemann, dem Architekten Ferdinand Boberg, geprägt war. Nach dem Ersten Weltkrieg und einer Krankheitsphase verließ das Paar Schweden und verbrachte längere Zeit in Südeuropa, Nordafrika und im Nahen Osten. Ihre Reisen führten sie nach Ägypten, wo Boberg die Landschaften am Nil aus erster Hand kennenlernte. Diese Reisen brachten neue Lichtverhältnisse, Farben und Motive in ihr Werk ein und erweiterten ihre Bildsprache über die nordischen Kulissen hinaus, für die sie bereits bekannt war. Der Nil mit seinen zyklischen Rhythmen und seiner einzigartigen Beziehung zwischen Wasser, Land und Leben bot Boberg ein Thema, das reich an visueller und symbolischer Resonanz war. Lågvatten i Nilen spiegelt ihre aufmerksame Beobachtung dieser Umgebung wider und übersetzt eine spezifische geografische Erfahrung in eine universelle Meditation über Natur, Licht und Zeit. Obwohl Lågvatten i Nilen weit weg von Skandinavien entstanden ist, bleibt es zutiefst charakteristisch für Anna Bobergs künstlerischen Ansatz. Während ihrer gesamten Laufbahn bewies sie eine außergewöhnliche Sensibilität für atmosphärische Bedingungen, ob sie nun arktische Meereslandschaften, nordische Dämmerung oder südliches Sonnenlicht darstellte. Ihre Methode, die in der Pleinair-Malerei verwurzelt ist, gibt der Unmittelbarkeit und der emotionalen Wahrheit den Vorrang vor strenger topografischer Genauigkeit. In diesem Werk passt Boberg ihre Technik an die ägyptische Landschaft an, behält aber die gleiche Aufmerksamkeit für Stimmung und Licht bei, die ihre nördlichen Szenen auszeichnet. Die Reiher fügen sich nahtlos in die Umgebung ein, ihre Formen entstehen durch subtile Farbkontraste und nicht durch scharfe Konturen. Das Gemälde ist ein Beispiel für ihre Fähigkeit, neue Einflüsse aufzunehmen und gleichzeitig eine kohärente persönliche Vision zu bewahren. Öl auf Leinwand auf Karton aufgezogen ungerahmt 44 × 60 cm (17⅜ × 23⅝ in) unterzeichnet A. Boberg Ausstellung: Liljevalchs Kunsthalle, "Separata utställningar av Anna Boberg, Olle Hjortzberg, Rikard Lindström m. fl.", 29. September - 21. Oktober 1923, Kat. Nr. 21 als "Lågvatten i Nilen". Zustand und Rahmen Das Gemälde wurde 2025 von der Restauratorin Sonia Leon sorgfältig restauriert. Die Leinwand, die auf die Tafel aufgezogen ist, ist sicher und flach, die Farben sind leuchtend und klar. Das Werk wird in einem Rahmen im Stil der Zeit präsentiert, der 2025 von Stockholms Bildhuggeri och Förgyllning hergestellt wurde. Provenienz Erworben in den späten 1950er Jahren vom Vorbesitzer, durch Abstammung innerhalb derselben Familie bis 2025
  • Schöpfer*in:
    Anna Boberg (1864 - 1935, Schwedisch)
  • Entstehungsjahr:
    c.1915-1920
  • Maße:
    Höhe: 44 cm (17,33 in)Breite: 60 cm (23,63 in)
  • Medium:
  • Zeitalter:
  • Zustand:
    Das Gemälde wurde 2025 von der Restauratorin Sonia Leon sorgfältig restauriert. Die Leinwand, die auf die Tafel aufgezogen ist, ist sicher und flach, die Farben sind leuchtend und klar. Das Werk wird in einem Rahmen im Stil der Zeit präsentiert, der 2025 von Stockholms Bildhuggeri och Förgyllning hergestellt wurde.
  • Galeriestandort:
    Stockholm, SE
  • Referenznummer:
    1stDibs: LU1445217422492

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