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1 von 11

Edmund John Niemann
Pickering, Yorkshire, Landschaftsmalerei, Englische Ölmalerei

c. 1870

3.176,12 €

Angaben zum Objekt

Diese Landschaft von Edmund John Niemann (1813-1873) aus dem späten 19. Jahrhundert zeigt einen weiten Blick in der Nähe von Pickering in North Yorkshire, wo eine Mutter mit ihrem Kind an einem lebhaften Bach spazieren geht, der von einer steinernen Mühle mit zwei Wasserrädern gesäumt wird. Über ihnen, auf der fernen Anhöhe, blicken die Ruinen von Pickering Castle auf ein Tal, das sich in schichtweise aufsteigende Hügel und treibende Wolken auflöst. Es entstand um 1870, in Niemanns reifer Schaffensperiode, und trägt die Handschrift seiner Nordreisen in den 1860er und 1870er Jahren. Der Himmel öffnet sich in kühler Helligkeit, nachdem das Wetter vorbeigezogen ist, und die sich zurückziehenden Wolken treiben in Richtung der Moore. Darunter wälzt sich das rotbraune Wasser des Baches über Steine und bewegt sich mit der für Gebirgsbäche so typischen eisenhaltigen Kraft. In der Mitte steht die Mühle, alt, langlebig und leise fleißig, deren doppelte Wasserräder sich in gleichmäßigem Rhythmus drehen. Von diesem Zentrum des Geschehens aus folgt der Blick der Spur zu den Figuren: eine Mutter, die ihr Kind trägt und mit ruhiger Entschlossenheit am Ufer entlang geht. Ihre Anwesenheit bringt Wärme in die Wildnis um sie herum. Sie wird zum Puls des Gemäldes - der menschliche Faden, der die Weite von Himmel und Stein stabilisiert. Dahinter erhebt sich in der Silhouette der mittelalterliche Bergfried, der uns daran erinnert, dass zahlreiche Generationen denselben Weg gekreuzt, an demselben Wasser gelebt und auf dasselbe Land geblickt haben. Niemann komponiert die Szene durch eine Reihe von Diagonalen, die den Betrachter sowohl durch die Zeit als auch durch den Raum führen. Das Schloss steht für die Vergangenheit - für die lange Geschichte Yorkshires. Die Mühle zeugt von der Gegenwart - vom Fleiß, der das Landleben des 19. Jahrhunderts prägte. Und die Mutter und das Kind stehen für die Zukunft - die Fortführung desselben Lebens über Generationen hinweg. Der Fluss des Bildes bewegt sich von rechts nach links: vom Erbe über die Arbeit hin zu Zärtlichkeit und menschlicher Kontinuität. Niemann entwirft damit nicht nur ein Porträt von Pickering, sondern auch eine stille Meditation über die Widerstandsfähigkeit des Nordens. Das Land lebt durch seine Bewohner weiter, und jede Figur, jeder Stein und jede Wolke scheint dies zu erkennen. Edmund John Niemann war einer der produktivsten Landschaftsmaler des viktorianischen Großbritanniens, der für seine atmosphärische Bandbreite und seine Fähigkeit bewundert wurde, sowohl die Grandeur als auch die Alltäglichkeit der britischen Landschaft darzustellen. Der in Islington geborene und weitgehend autodidaktisch arbeitende Künstler entwickelte ein ausgeprägtes Gespür für Flusstäler, bewaldete Hänge und wechselhaftes Wetter - Elemente, die für seine künstlerische Identität von zentraler Bedeutung sind. In den 1860er Jahren reiste Niemann regelmäßig nach Yorkshire, Derbyshire und Wales und schuf Werke, in denen sich topografische Beobachtungen mit poetischen Gefühlen vermischten. In den 1870er Jahren, gegen Ende seines Lebens, gewinnen seine Landschaften eine nachdenkliche Wärme, die oft sanfte menschliche Erzählungen einschließt, die sich angenehm in ihre Umgebung einfügen. Ein Merkmal, das sich in diesem Gemälde deutlich widerspiegelt. Dieses Werk gehört zu Niemanns reifer nördlicher Periode, neben Werken wie Richmond, Yorkshire (1875) und A Yorkshire Valley (1868). Diese Gemälde zeichnen sich durch eine erhöhte Wertschätzung der Atmosphäre, lange Rückzugsdistanzen und eine hellere, kontemplativere Farbpalette aus. Im Gegensatz zu seinen früheren Flussansichten weisen die späten Werke oft stärkere emotionale Motive auf: Figuren, die nicht einfach als Staffage, sondern als Teil der sich entfaltenden Geschichte des Landes interpretiert werden. Niemann stellte in großem Umfang in der Royal Academy, der British Institution, der Royal Society of British Artists und in den wichtigsten Galerien der Provinz aus. Seine Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen wie der Guildhall Art Gallery, der Wolverhampton Art Gallery und den Glasgow Museums. Seine Yorkshire-Bilder werden nach wie vor besonders bewundert. Signiert und betitelt "Pickering" unten links. Heldly in einem späteren vergoldeten Rahmen mit Wulstrand, geschwungenen Kanten und einer warmen, gleichmäßigen Tonalität. Medium: Öl auf Leinwand Gesamtgröße: 41½" x 27½" / 105cm x 70cm Gründungsjahr: ca. 1870 Provenienz: Privatsammlung, Großbritannien. Maximum der Auktion: £24.000 für "The Floating Harbour, Bristol, With The Remnants of the Sloop (1865)", Öl auf Leinwand, Sotheby's, The Marine Sale, London, 1998 (Lot 147). Unsere Referenz: BRV2246
  • Schöpfer*in:
    Edmund John Niemann (1813 - 1876, Britisch)
  • Entstehungsjahr:
    c. 1870
  • Maße:
    Höhe: 69,85 cm (27,5 in)Breite: 105,41 cm (41,5 in)Tiefe: 7,62 cm (3 in)
  • Medium:
  • Bewegung und Stil:
  • Zeitalter:
  • Zustand:
    Gereinigt. Segeltuch unterfüttert. Bereiche mit feinem und abgesetztem Craquelé, wie man es erwarten würde. Die Farbschicht ist stabil. Rahmen in gutem Zustand mit geringen altersbedingten Gebrauchsspuren.
  • Galeriestandort:
    Cheltenham, GB
  • Referenznummer:
    1stDibs: LU2328217482132

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