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Jugendstil-Keramikvase von Max Laeuger für Tonwerke Kandern, Deutschland, 1910er Jahre.

2.664,07 €Einschließlich MwSt.

Angaben zum Objekt

Eine schöne Art Nouveau / Art Deco Vase aus Steingut mit tollem Blattdekor. Hergestellt von Professor Max Läuger für die Tonwerke in Kandern, Deutschland, 1897-1914. Toller Zustand, nur ein paar winzige Chips auf dem Dekor (abgebildet). Eingraviert mit Herstellermarke und Modellnummer 841. Maximilian Josef Max Laeuger (1864-1952) war ein deutscher Architekt, Künstler, Designer und eine der wichtigsten Persönlichkeiten der europäischen Keramik und angewandten Kunst des frühen 20. Geboren am 30. September 1864 in Lörrach, einer Stadt in Baden-Württemberg im Südwesten Deutschlands, wuchs er zu einer Zeit auf, als die Kunsthandwerksbewegung in ganz Europa an Bedeutung gewann und die Einheit von Kunst, Design und Alltagsleben förderte. Laeugers vielseitige Talente führten dazu, dass er nicht nur Keramiker wurde, sondern auch Maler, Bildhauer, Grafiker, Innen- und Gartenarchitekt, Lehrer und Theoretiker für Kunst und Design. Seine formale künstlerische Ausbildung begann an der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe, wo er in den frühen 1880er Jahren Malerei und Innenarchitektur studierte. Später erweiterte er seine Ausbildung durch Studien in Paris an der Académie Julian und durch ausgedehnte Reisen nach Italien, Nordafrika und Spanien, wo er islamische Keramik studierte und verschiedene Einflüsse aufnahm, die sein eigenes Werk prägen sollten. Trotz seiner Ausbildung in den traditionellen Künsten galt Laeugers tiefste Leidenschaft bald der Keramik, einem Medium, in dem er Farbe, Form und Dekoration miteinander verbinden konnte. 1897 gründete er die Prof. Laeuger'schen Kunst-Töpfereien in den Tonwerken Kandern im Schwarzwald, wo er Hunderte von Entwürfen für Vasen, Kacheln und Baukeramik schuf, die in der Hochphase des Jugendstils produziert und weit verbreitet wurden. Seine keramischen Werke zeichneten sich durch Reliefdekoration, stilisierte Pflanzenmotive, lebendige Glasuren und organische Formen aus und wurden international ausgestellt - unter anderem auf der Exposition Universelle 1900 in Paris und der Weltausstellung 1904 in St. Louis, wo er Goldmedaillen für seine Entwürfe erhielt. Laeugers kreative Interessen gingen jedoch weit über das Töpfern hinaus. Im Jahr 1907 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Werkbundes, einer einflussreichen Organisation, die sich um die Verbindung von traditioneller Handwerkskunst und moderner industrieller Produktion bemühte und das moderne Design in Deutschland mitprägen sollte. Als Architekt und Landschaftsarchitekt entwickelte er Pläne für private Villen, Parks und öffentliche Gärten und brachte die gleiche künstlerische Sensibilität in die gebaute Umwelt ein, die er auch bei der Keramik anwandte. Zu seinen bemerkenswerten Projekten gehören umfangreiche Gartengestaltungen in Baden-Baden und große Anwesen in Deutschland und den Niederlanden, bei denen er nicht nur die Gestaltung der Gärten, sondern auch dekorative Elemente wie Fliesen und Beleuchtung entwarf. Laeuger machte auch eine lange akademische Karriere und war von den 1890er Jahren bis in die 1930er Jahre Professor für Innenraum-, Garten- und später Figurenzeichnen und Dekoration am Karlsruher Institut für Technologie. Seine Lehre betonte die Integration von Farbe, Form und Raum und spiegelte seinen Glauben an das Gesamtkunstwerk wider, in dem mehrere Disziplinen harmonisch zusammenwirken. 1916 gründete Laeuger in Karlsruhe eine eigene Keramikwerkstatt, in der er bis in die 1940er Jahre hinein innovative Stücke produzierte. Zwischen 1921 und 1929 lieferte er auch Entwürfe an die Staatliche Majolika-Manufaktur Karlsruhe, was seinen Einfluss auf die deutsche Keramikkunst weiter festigte. Sein Werk aus dieser Zeit zeigt eine Reifung des Stils, in dem sich die expressive Ornamentik des Jugendstils mit einer raffinierteren und persönlicheren Ästhetik verbindet. Zeit seines Lebens blieb Laeuger für seine Beiträge zur dekorativen und angewandten Kunst international anerkannt. Er erhielt Ehrungen, darunter die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatstadt Lörrach und renommierte Auszeichnungen wie die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. Selbst im hohen Alter wurde sein Werk noch gefeiert, und 1951 wurde er auf der Triennale von Mailand mit dem Grand Prix ausgezeichnet, was seinen nachhaltigen Einfluss auf das Design unterstreicht. Max Laeuger starb am 12. Dezember 1952 in seiner Heimatstadt Lörrach. Heute erinnert man sich an ihn als einen multidisziplinären Pionier, der die Keramik in den Bereich der bildenden Kunst brachte, die Grenzen zwischen Dekoration und Struktur verwischte und dazu beitrug, traditionelles Handwerk und modernes Design in Deutschland und darüber hinaus zu verbinden. Sein Vermächtnis lebt in Museen, öffentlichen Räumen und den vielen Keramikwerken weiter, die von Sammlern und Institutionen in aller Welt geschätzt werden.
  • Schöpfer*in:
    Max Läuger (Künstler*in),Tonwerke Kandern (Hersteller*in),Max Laeuger (Künstler*in)
  • Ähnlich wie:
    Edmund de Waal (Künstler*in)Majolica Manufactory of Karlsruhe (Hersteller*in)
  • Maße:
    Höhe: 24 cm (9,45 in)Durchmesser: 18 cm (7,09 in)
  • Stil:
    Art nouveau (Aus dem Zeitalter)
  • Materialien und Methoden:
    Tonware,Glasiert,Gedrechselt
  • Herkunftsort:
  • Zeitalter:
  • Herstellungsjahr:
    1897-1914
  • Zustand:
    Abnutzung dem Alter und der Nutzung entsprechend.
  • Anbieterstandort:
    Malmö, SE
  • Referenznummer:
    Anbieter*in: 9901stDibs: LU8317248175862

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