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Dritte niederländische Ausgabe des Hauptwerks von Maria Sibylla Merian.
135.000 €
Angaben zum Objekt
Titel:
Over de Voortteling en Wonderbaerlyke Veranderingen der Surinaamsche Insecten, waar in de Surinaamsche Rupsen en Wormen, met alle derzelver veranderingen, naar het leeven afgebeeldt, en beschreeven worden; zijnde elk geplaatst op dezelfde gewassen, bloemen, en vruchten, daar ze op gevonden zijn: beneffens de beschryving dier gewassen. Wo auch die wunderbaren Padden, Hagedissen, Slangen, Spinnen, und andere zeltzaame Gediertens worden vertoont, en beschreeven. Alles in Amerika door den zelve M. S. Meriaen naar het leeven en leevensgrootte geschilderd, en nu in 't Koper overgebracht. Benevens een Aenhangsel van de veranderingen van Visschen in Kikvorschen, en van Kikvorschen in Visschen.
Amsterdam, 1730. Jean Frederic Bernard
Großes Folio (50,3 x 34,7 cm).
Ursprünglich handkoloriertes gestochenes Frontispiz; Titelblatt mit gestochener, handkolorierter Vignette. [vi], 51 S.; 72 handkolorierte Tafeln. 18. Jahrhundert Stil holländischen gesprenkelt Kalb. Wirbelsäule mit fünf erhöhten, vergoldet gerollt Bands; Fächer reich vergoldet mit floralen Grenzen und floralen Vignetten; Gerichte mit dekorativen vergoldet gerollt Linien, große, quadratische vergoldet floralen Eckstücke und große vergoldete geprägte Arabeske in der Mitte der beiden Platten. Vergoldete Verzierungen.
Dritte holländische Ausgabe eines Werkes, das erstmals 1705 (mit nur 60 Tafeln) veröffentlicht wurde und dann 1719 mit zwölf zusätzlichen Tafeln und 1730 (diese Ausgabe) mit 72 Tafeln neu aufgelegt wurde. Das Werk wurde von der großen Naturforscherin, Entomologin und Künstlerin Maria Sibylla Merian (1647-1717), der Tochter des berühmten Frankfurter Druckers und Verlegers Matthäus Merian, geschrieben und illustriert.
Sie war die erste, die die Lebensstadien der hier abgebildeten surinamischen Kröte (Pipa pipa) dokumentierte, die ihre Eier auf dem Rücken trägt" (Website des NHM). Merian hatte schon als Jugendlicher begonnen, Insekten zu sammeln. Im Alter von 13 Jahren züchtete sie Seidenraupen. Im Jahr 1679 veröffentlichte Merian den ersten Band einer zweibändigen Reihe über Raupen; der zweite Band folgte 1683. Jeder Band enthielt 50 Tafeln, die sie gestochen und geätzt hat. Merian dokumentierte den Prozess der Metamorphose und die Pflanzenwirte von 186 europäischen Insektenarten.
Neben den Illustrationen beschrieb Merian auch die Lebenszyklen der Tiere. Im Jahr 1699 reiste Merian nach Surinam (damals Niederländisch-Guayana), um die dort heimischen tropischen Insekten zu studieren und aufzuzeichnen. 1705 veröffentlichte sie erstmals die Metamorphosis Insectorum Surinamensium. Merians Metamorphose hat eine ganze Reihe von naturkundlichen Illustratoren beeinflusst. Aufgrund ihrer sorgfältigen Beobachtungen und Dokumentationen der Metamorphose des Schmetterlings wird Merian von David Attenborough zu den bedeutendsten Vertretern der Entomologie gezählt.
Durch ihre Studien entdeckte sie viele neue Fakten über das Leben der Insekten. Bis zu ihrer sorgfältigen, detaillierten Arbeit war man davon ausgegangen, dass Insekten durch spontane Entstehung aus dem Schlamm geboren werden". Ihre bahnbrechenden Forschungen zur Veranschaulichung und Beschreibung der verschiedenen Entwicklungsstadien - vom Ei über die Larve und Puppe bis hin zum erwachsenen Tier - widerlegten die Vorstellung von der spontanen Entstehung und begründeten die Idee, dass Insekten unterschiedliche und vorhersehbare Lebenszyklen durchlaufen. Tafeln und Text von alter Hand nummeriert, auf dem letzten Blatt verso ein Verzeichnis der mit den Insekten abgebildeten Pflanzen, allerdings einschließlich derjenigen aus Merians Werk über die europäischen Insekten (Horn-Schenkling 14993), das hier nicht enthalten ist. Das Frontispiz stammt aus einer anderen Ausgabe, nämlich der [1768]-1771 in Paris (Desnos) erschienenen so genannten "dritten" (= 4.) Ausgabe, herausgegeben von dem französischen Naturforscher Pierre-Joseph Buc'hoz (1731-1807). Es ist im Wesentlichen dasselbe, abgesehen von einer Kartusche mit einem kurzen Titel in französischer Sprache.
Die prächtigen Tafeln sind bemerkenswert sauber und schön koloriert. Eindruck und Farbgebung sind kräftig und genau. Der Einband ist sehr gut gelungen und überzeugt durch sein holländisches Aussehen aus dem 18. Jahrhundert.
Ein schönes Exemplar.
Kat. BM(NH) S. 1290; Hagen I, S. 536; Horn-Schenkling, 14992; Nissen BBI, 1341; Sitwell und Blunt, Great Flower Books S. 119. Weder in Nissen ZBI, noch in Pritzel.
- Schöpfer*in:Maria Sibylla Merian (Schöpfer*in)
- Maße:Höhe: 50,04 cm (19,7 in)Breite: 34,04 cm (13,4 in)Tiefe: 3 cm (1,18 in)
- Stil:Niederländisch Kolonial (Aus dem Zeitalter)
- Materialien und Methoden:Papier,Amsterdamer Schule
- Herkunftsort:
- Zeitalter:
- Herstellungsjahr:1730
- Zustand:Abnutzung dem Alter und der Nutzung entsprechend.
- Anbieterstandort:ZWIJNDRECHT, NL
- Referenznummer:1stDibs: LU9419248192102
Maria Sibylla Merian
Maria Sibylla Merian (1647-1717) war eine Naturforscherin und Künstlerin. Ihre Beiträge zur Entomologie wurden zu ihren Lebzeiten nie angemessen gewürdigt. Sie gilt heute als Pionierin auf dem Gebiet der Botanik und Zoologie. Sie führte detaillierte Beobachtungen an lebenden Exemplaren durch, was eine Abweichung von früheren Studien darstellt, bei denen konservierte Exemplare verwendet wurden. Sie beschäftigte sich eingehend mit den Prozessen der Metamorphose, die vor ihrem Werk noch nicht so umfassend untersucht worden waren. Die Stiche für die Publikation stammen von J. Mulder, P. Sluyter und A. Stopendaal, alle nach Gemälden auf Vellum von Merian. Das Werk gilt als eines der schönsten und berühmtesten illustrierten naturkundlichen Werke des 18. Jahrhunderts. Das Werk war das Ergebnis von Merians Reise im Jahr 1699 mit ihrer Tochter Dorothea nach Surinam, einer niederländischen Kolonie an der Nordostküste Südamerikas. Die beiden untersuchten und dokumentierten zwei Jahre lang unter schwierigen Bedingungen Pflanzen und Insekten. Sie kehrten mit Exemplaren, Notizen und Zeichnungen nach Amsterdam zurück und vollendeten dort ihr erstaunliches Werk. Ein Naturforscher erklärte: "Ihre Darstellungen lebender Insekten und anderer Tiere waren von einem Charme, einer Genauigkeit der Beobachtung und einer künstlerischen Sensibilität durchdrungen, wie man sie bis dahin in Naturkundebüchern noch nicht gesehen hatte; wenn Gould und Audubon 'einen geistigen Vorfahren' haben, dann ist es schwierig, sich eine würdigere Anwärterin auf diesen Titel als Maria Sibylla Merian vorzustellen." An dem Tag, an dem Maria Sibylla Merian starb, erwarb Zar Peter der Große eine zweibändige Sammlung ihrer ungebundenen Gemälde sowie ihr Tagebuch. Die in Frankfurt am Main geborene Maria Sibylla Merian war die Tochter von Matthäus Merian dem Älteren (1593-1650), einem berühmten deutsch-schweizerischen Maler, Kupferstecher und Verleger. Ihr Vater starb, als sie drei Jahre alt war, und ihre Mutter heiratete erneut Jacob Marrel (1614-1681), einen Stilllebenmaler. Seit ihrem elften Lebensjahr wurde Maria Sibylla Merian von Marrel in der Tradition der nordeuropäischen Stilllebenmalerei ausgebildet und arbeitete direkt nach dem Leben. Als sich ihr Interesse auf die Erforschung von Insekten richtete, setzte sie diese künstlerischen Fähigkeiten ein, um ihre herausragenden wissenschaftlichen und ästhetischen Werke zu schaffen. Sie befand sich wirklich an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft.
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