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Stilleben von Nicolas Poliakoff
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Angaben zum Objekt
Nicolas Poliakoff (1899-1976)
Stilleben mit Krug, Obstschale, Flasche und Büchern, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert "N. Poliakoff".
In diesem Stillleben verdichtet Nicolas Poliakoff vertraute Ateliergegenstände zu einer konstruktiv aufgebauten Bildordnung. Der Krug, die Flasche und die Bücher sind als geometrische Volumen dargestellt. Während das Tuch und die Hintergrunddraperie den Raum in flache Farbzonen unterteilen, verbindet Poliakoff so die Tradition des Pariser Stilllebens mit einer postkubistischen Grammatik.
Innerhalb dieser Grammatik schaffen Zeichnung, Randdefinition und Farbflächen ein ausgewogenes Spannungsfeld. Das Werk ist beispielhaft für Poliakoffs Stellung innerhalb der École de Paris. Es ist in seiner Form modern, orientiert sich aber bewusst an einer klassischen Kompositionsdisziplin.
Kurzbiographie
Nicolas Poliakoff (auch: Poliakov/Poliakoff) gehört zu der Generation der École de Paris. Nach 1925 wurde Paris zu einem internationalen Zentrum der modernen Kunst. Er studierte zunächst in Belgrad und kam 1925 nach Paris. Dort arbeitete und lehrte er im Kreis von André Lhote. Seine Arbeiten befassen sich hauptsächlich mit Stillleben, Figuren/Akten und Porträts.
Sie zeichnet sich durch einen konstruktiven, kubistisch geprägten Umgang mit der Form aus. Objekte und Körper werden mit Hilfe von Flächen, Kanten und deutlich kontrastierenden Farbfeldern konstruiert. Poliakoff vertritt also eine "klassische Moderne", die sich der kubistischen Kompositionsmethode bedient. Er löst jedoch nicht den Gegenstand selbst auf.
Nicolas Poliakoff
Nicolas Poliakoff (russisch: Nikolai Georgievich Poliakov / Поляков; 22. Juli 1899 - 1. Juli 1976) gehörte der École de Paris an. Es handelt sich um die international geprägte Künstlergeneration, die in der Zwischenkriegszeit Paris zu ihrem Arbeits- und Ausstellungsort machte. In der zeitgenössischen Kunst wird er vor allem als kubistisch geprägter Maler von Figuren und Stillleben wahrgenommen.
Er gilt weniger als Avantgardist im radikalen Sinne, sondern vielmehr als konsequenter Vertreter der "klassischen Moderne". Er hält ein Gleichgewicht zwischen Konstruktion, Zeichnung und Farbfeldern aufrecht.
Herkunft, Ausbildung, Ankunft in Paris
Poliakoff wurde in der Ukraine geboren; sein Geburtsort wird oft als Aleksandrovsk (historischer Name; heute Zaporizhzhia/Zaporizhzhia) angegeben. Seine erste künstlerische Ausbildung erhielt er an der École des Beaux-Arts in Belgrad (Oktober 1921-Juli 1925). Im Oktober 1925 zog er nach Paris, wo er an der Académie André Lhote (18, rue d'Odessa) studierte.
Die "Lhote-Schule" als prägende Konstante in seinem Leben
Entscheidend ist, dass Poliakoff nicht nur ein Student war. Ab 1926 war er Massier" (Organisationsbeauftragter der Akademie) und wurde Assistent von André Lhote - bis zu dessen Tod im Jahr 1962. Den Quellen zufolge unterrichtete er dort auch bis 1965. Damit steht Poliakoff in einer Tradition, die den Kubismus weniger als Zerstörung des Objekts, sondern vielmehr als methodische Bildarchitektur (Konstruktion auf der Grundlage von Achsen, Flächen und Proportionen) versteht.
Atelier, Pariser Milieu, Louvre
Seit den 1930er Jahren arbeitete Poliakoff im Montparnasse-Viertel. Bis zu seinem Tod unterhielt er ein Studio am Boulevard Raspail 278. Er war auch ein lizenzierter Kopist im Louvre. Dies unterstreicht die Bedeutung, die das disziplinierte Zeichnen, das Studium von Modellen und die Tradition in seinem Selbstverständnis hatten.
Werk und Stil: Konstruktive Figuration
Je nach Epoche reichen Poliakoffs Werke von der Figur und dem Akt über das Porträt bis hin zum Stillleben und der Landschaft. Eine konstruierte Form ist charakteristisch für sein Werk. Dabei werden Körper und Gegenstände in kantige Volumen und deutlich kontrastierende Farbfelder verwandelt.
Aus kunsthistorischer Sicht kann man dies als "kubistische Grammatik" bezeichnen. Es handelt sich nicht in erster Linie um eine Collage oder ein Fragment, sondern um ein Ordnungssystem. Der Raum wird durch Oberflächenabschnitte gegliedert; Kontur und innere Details bleiben wichtig, und die Farbe unterstützt die Konstruktion (anstatt sie aufzulösen). Diese Verwandtschaft mit der Lehrtradition von Lhote ist stilistisch durchaus plausibel.
Ausstellungen und Sichtbarkeit im Pariser Ausstellungssystem
Poliakoff war regelmäßig auf den klassischen Pariser Ausstellungen vertreten: unter anderem auf dem Salon d'Automne (1926-1928) und jahrzehntelang auf dem Salon des Artistes Indépendants (in den Quellen bis 1976 erwähnt). Er stellte auch in Galerien in Paris aus und nahm gelegentlich an Ausstellungen im Ausland teil (z. B. Belgrad, Boston).
Beziehung zu Serge Poliakoff
In den wichtigsten Künstlerbiografien wird Nicolas als Bruder von Serge Poliakoff (1900-1969) aufgeführt. (Gelegentlich werden in Auktionsbeschreibungen abweichende Angaben gemacht; daher sollte man sich für zuverlässige Provenienzangaben vorzugsweise auf Referenzdaten/Archive stützen).
Tod und Vermächtnis
Poliakoff starb 1976 in Paris. Seinem Werk begegnet man heute vor allem auf dem Kunstmarkt und auf Auktionen. Aus kunsthistorischer Sicht ist er besonders interessant als Schnittpunkt zwischen der akademischen Tradition (Lhote), dem Salonsystem und einer "gemäßigten" Moderne, die Figuration und kubistische Konstruktion verbindet.
- Schöpfer*in:Nicolas Poliakoff (Künstler*in)
- Maße:Höhe: 101 cm (39,77 in)Breite: 88 cm (34,65 in)Tiefe: 10 cm (3,94 in)
- Stil:Art déco (Aus dem Zeitalter)
- Materialien und Methoden:
- Zeitalter:
- Herstellungsjahr:1935
- Zustand:
- Anbieterstandort:Wiesbaden, DE
- Referenznummer:1stDibs: LU10654248365102
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